Der Dialogprozess

KREATIVITÄT WIEDERENTDECKEN IM DIALOGPROZESS

 

Dialogprozess in Arbeitsgruppen

„Ich finde es wunderbar, wie das Gespräch läuft. Endlich kommen wir konstruktiv voran!“

 

Weniger Überzeugen, mehr Zuhören!

Warum unbefriedigende Kompromisse oft vorprogrammiert sind

Gespräche in Gruppen sind oft von unterschwelligen Spannungen und Konkurrenz geprägt. Selten wird so das Wissen aller Beteiligten erkundet und genutzt. Die Logik ist recht klar: die eigene Position verteidigen und andere Positionen schwächen. Es geht um Gewinnen oder Verlieren.

Diese gewohnte Praxis verbaut jedoch die Chance, dass alle Mitarbeitenden ihr Wissen in den Dialog einbringen können. Komplexe, systemische Zusammenhänge können oft nicht erkannt werden, da unser Gehirn im Konkurrenzmodus nicht sehr gut arbeitet. Nicht  selten  werden dann die Lösungen von heute zu den Problemen von morgen.

Vom Gegeneinander-Reden zum Miteinander-Denken

Beim Dialogprozess sitzen alle im Kreis. Dies sagt schon viel über die wertschätzende Grundanlage dieser Gesprächsform aus. Jeder kann den anderen gut sehen und hören. Alle sind Teil des  „Gefäßes“, das die Interessens- oder Arbeitsgruppe bildet.

Das „Wissens-Gefäß“ das die Gruppe bildet, füllt sich mit Beiträgen, die jeder in der Gruppe hört und in sich bewegt. Die Energie wird darauf verwendet, das Gehörte zu integrieren und als neuen Ausgangspunkt für eigene kreative Gedanken heranzuziehen. Anstelle gegeneinander zu reden wird eher „miteinander gedacht“.

Dialog ohne Dialogbegleiter oder Moderator

Ein Dialogbegleiter achtet anfangs auf die Zeit  und führt die Gruppe immer wieder  zum dialogischen Gespräch zurück. Diese Aufgaben können von erfahrenen Gruppen später selbst übernommen werden.

Selbstreflexion und Entschleunigung

Das Hören, ohne darauf unmittelbar und automatisch Stellung nehmen zu müssen, eröffnet die Möglichkeit zur Reflexion und Selbstbeobachtung für alle Gruppenmitglieder. Auch der Sprecher lernt sich selbst zuzuhören.

Durch diese Gesprächsstruktur wird eine Entschleunigung erreicht, die es ermöglicht, dass Automatismen im Reagieren und Argumentieren bewusst werden können. So bleibt Zeit, sich zu fragen, wie man das, was einen momentan bewegt, in eigene Worte fassen kann. Der Ausdruck wird dadurch authentischer und die Aussichten steigen, die anderen zu erreichen.

Von den Indianern lernen

Ein Redeobjekt unterstützt alle Teilnehmer dabei, zu sprechen und Gedanken entwickeln zu können, ohne unterbrochen zu werden. Durch das Redeobjekt (ein Ball, ein Stab o.Ä.) wird auch der Respekt vor dem Sprecher und den Zuhörenden  symbolisiert.

Widerrede, Angriff und Rechtfertigung sind nicht mehr die Mittel der Wahl, sondern das Vertrauen, dass das, was man in die Mitte (das Gefäß) gibt, nicht verloren geht. Alle vertrauen, dass sich zur rechten Zeit  etwas daraus entwickeln wird.

Lesen Sie weiterführend auch meinen Blogartikel.

Seminare für den Dialogprozess

Der Dialogprozess kann  ein Instrument sein, um Wertschätzung, gegenseitigen Respekt und effektives Zusammenarbeiten als Unternehmens- oder Organisationskultur praktisch zu verankern.

Der Dialogprozess kann es Ihnen ermöglichen…

  • Konflikte und Spannungen im Gesprächsprozess zu erkennen  und aufzulösen.
  • Kompromisse zu vermeiden und Lösungen zu finden, die sich im Sinne aller  „herauskristallisieren” können.
  • schwierigen Problemen unter Nutzung der verschiedenen Perspektiven auf den Grund zu gehen.
  • tieferes Verständnis Ihrer Arbeitsprozesse zu erlangen und gemeinsam getragene Ideen für Veränderungen zu entwickeln.
  • sich untereinander kennen- und schätzen zu lernen.
  • persönlich zu wachsen und die Gemeinschaft zu fördern.
  • eine Gesprächskultur zu fördern, die jedem die Möglichkeit gibt, sich gleichwertig zu beteiligen.

In diesem Seminar…

  • lernen Sie die theoretischen Grundlagen des Dialogprozesses nach David Bohm kennen.
  • erleben Sie erste Übungs-Dialogprozesse und können das Potenzial, für die Anwendung in Ihrem Umfeld, für sich beurteilen.
  • erarbeiten Sie Möglichkeiten, den Dialogprozess in Ihrem Team oder Führungskreisen anzuwenden.
  • lernen Sie, sich selbst zuzuhören und dadurch ihre kreativen Anteile von gewohntem Denken zu unterscheiden.
  • begreifen Sie, gegensätzliche Perspektiven auf ein Problem gewinnbringend zu nutzen.
  • erfahren Sie, wie  Sie Automatismen bewusst wahrnehmen können, um  neue Handlungsmuster zu entwickeln.
  • können Sie eleben, welchen Einfluss ein wertschätzendes und gleichberechtigtes Gerprächsformat auf das Verhalten der Arbeitsgruppenmitglieder hat.

 

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Zielgruppen

  • Führungskräfte
  • Projektleiter
  • Arbeitsgruppen

Nächste Termine

Siehe Online-Anmeldung

Teilnehmerzahl

5 – 12 TeilnehmerInnen

Seminarzeiten

1. Tag: 9 – 17 Uhr, 2. Tag: 9 – 17 Uhr

Veranstaltungsort

München Sendling, Danklstr. 11.

Anfahrt am besten mit der Ubahn U3 Implerstraße U6 Harras.

Anmeldung und Kosten

Bitte melden Sie sich online oder per Telefon  unter 0179 90 572 65 an, um einen Platz zu reservieren. Sie erhalten dann per Email eine Anmeldebestätigung mit weiteren Informationen. Die Seminargebühren betragen  350€ zzgl. Mwst..

Frühbucher-Rabatt: Bei Buchung bis 4 Kalenderwochen vor Seminarbeginn, sparen Sie 10%.